
KOHAT / ISLAMABAD — Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in der nordwestpakistanischen Stadt Kohat sind am Freitag mindestens 16 Menschen getötet und über 50 verletzt worden. Das Attentat ereignete sich während des Freitagsgebets in unmittelbarer Nähe des Polizeigeländes.
Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug rammte das Tor des Komplexes. Anschließend kam es zu einem Schusswechsel mit den Angreifern. Mindestens ein Attentäter wurde getötet, die Rettungsarbeiten liefen den ganzen Nachmittag über.
Hohe Opferzahl unter Polizisten
Unter den Toten befinden sich mehrere Polizeibeamte sowie Zivilisten, die zum Gebet gekommen waren. Die Behörden sprechen von einem gezielten Angriff auf Sicherheitskräfte. Die genaue Opferzahl schwankt in den ersten Berichten zwischen 16 und 21 Toten.
Keine sofortige Bekennererklärung
Zunächst übernahm keine Gruppe die Verantwortung. Später meldete sich eine lokale Gruppierung, Ittehad-ul-Mujahideen Pakistan, zu dem Anschlag. Die Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) distanzierte sich öffentlich.
Militante Aktivitäten in den Grenzregionen zu Afghanistan haben in den letzten Monaten stark zugenommen. Islamabad wirft den Taliban in Kabul vor, den Kämpfern Schutzräume zu gewähren – was diese zurückweisen.
Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Shehbaz Sharif verurteilten den Anschlag scharf und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus.
Quellen: Reuters, BBC, Al Jazeera, Dawn, AP. Stand: 18. September 2026, aktuelle Meldungen.







